Es gibt verschiedene kritische Elemente bei der Optimierung eines Online Shops für den User. Während Webmaster meistens den Hauptfokus auf die Optimierung der Shops für Suchmaschinen lege, so sollte ein erfolgreicher oder erfolgversprechender Shop ebenso für den User optimiert werden. Einzelne Elemente für eine Optimierung wären:
- Reduzierung der Ladezeiten
Nichts nervt so sehr wie ein Server der nicht antwortet. Ein User möchte das was er sucht schnell finden und schnell haben. Dauert der Einkaufsprozess zu lange oder kommt es gar nicht erst dazu, so wandert der User zur Konkurrenz ab und – möglicherweise teuer eingekaufter – konvertierender Traffic geht verloren. - Bestellprozess
Ebenso wichtig ist ein einfacher und für den User transparenter Bestellprozess. Keine versteckten Fallen oder unnötige Datenabfragen sowie eine schnelle Abwicklung sollten hier besonders beachtet werden. - Layout und Design
Der Shop sollte im “corporate design” oder zumindest im Seitenlayout gestaltet sein, damit kein Bruch für den User entsteht. Ebenso sollte ein angenehmes Farbschema gewählt werden. Statusanzeigen sollten nie in grau gehalten werden, da User diese Farbe mit “nicht verfügbar” assoziieren. Des Weiteren ist es wichtig den User an Hand einer einfachen Struktur und klaren Navigationswegen zu dem gesuchten Produkt zu führen. - Realistische Produktbeschreibungen
Nicht nur Texte müssen Produkte klar und verständlich beschreiben sondern auch Bilder. Der User möchte keine Katze im Sack kaufen. Um das wahrgenommene Kaufrisiko für den User zu senken, kann man auch auf Videos zurückgreifen, die die Verwendung des Produkts (oder z.B. den Zusammenbau) verständlich darstellen. Ist ein Produkt in mehreren Größen, Farben oder Ausführungen vorhanden, sollte man dies auch darstellen. - Interne Suche
Jeder Shop benötigt eine gute interne Suche. Nutzer schreiben evtl. Produktnamen oder Herstellernamen falsch. Ein toleranter Suchalgorithmus sollte Flaschschreibweisen und Synonyme ebenso verarbeiten können wie lange Produktbeschreibungen (z.B. “Quietsche Ente grün Ernie”). - Bezahlungsmöglichkeiten
Meiner Meinung nach sind untransparente Bestellabwicklungen und Bezahlungsmöglichkeiten einer der Hauptgründe für einen vorzeitigen Ausstieg des Kundens. Man sollte hier auf möglichst großen Zahlungskomfort achten. Eine Zahlung per Vorauskasse ist zwar sicher für den Händler, der User ist aber eventuell bei einer Erstbestellung mißtrauisch. Darüber hinaus sollte stets die Zahlung per Kreditkarte (einfach), Bankeinzug (bequem) und PayPal (sicher, einfach und bequem) angeboten werden. Verzichtet man auf eine Registrierung oder Verifizierung, so sollte man aus Sicherheitsgründen die Zahlung per Bankeinzug aber vermeiden. - Userbetreuung
Bei großen Shops ist es ratsam Userdaten zu sammeln. Informieren sie potenzielle Stammkunden stets über neue Sonderangebote. Hier muss man aber unbedingt darauf achten, dass der User per double opt-in seine Zustimmung gegeben hat und den Newsletter auch wünscht. Andernfalls fühlt sich der User zugespammt und löscht zukünfitge Newsletter bevor er sie liest.
Hat man es geschafft (potenziell konvertierenden) Traffic auf seinen Shop zu bringen, so kann man durch eine Optimierung des Online Shops Besucher zu Kunden machen. Hat man dies geschafft, sollte man durch eine klare CRM Strategie und Newsletter die Kunden bei Laune halte.